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Großer Andrang im Berliner „Hartz IV-Puff“ |
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Tuesday, 06 December 2005 |
Spandau - Die Geschäfte laufen gut in dem kleinen Bordell "Schulz & Co" gleich neben dem Arbeitsamt am Brunsbütteler Damm. Seit den neuen Billig-Preisen für Hartz-IV-Empfänger, kommen die Liebesmädchen nicht mehr zur Ruhe.
Bernd G. (48) ist einer der Neukunden, und ab jetzt kann er sich zwei Bordellbesuche im Monat leisten. Der gelernte Maler lebt von dem Hartz-IV-Regelsatz: 345 Euro im Monat. "Früher reichte das gerade für eine Nummer alle zwei Monate", sagt Bernd G. Das hat sich mit den neuen Discount-Preisen geändert.
Preis und Leistung stimmen
"14,95 Euro sind ein unschlagbarer Preis. Und die Qualität leidet auch nicht darunter", weiß der zufriedene Kunde.
Gina, eine der leichten Damen, freut sich über die hohe Nachfrage: "Montags war eigentlich immer tote Hose. Mehr als drei Kunden kamen da nie. Heute sind es schon 20 gewesen." Und das bis 12.30 Uhr mittags.
"Schulz & Co" liegt 30 Meter neben dem Arbeitsamt Spandau. Der ideale Ort für die neue Geschäftsidee.
"Die Freier fallen uns praktisch direkt in die Haustür", sagt Gina. "Und wir behandeln die Hartz-IV-Empfänger wie jeden anderen Freier auch. Nur bei der Zeit müssen wir etwas sparen. Lange Gespräche, um in Stimmung zu kommen, sind nicht drin".
Den Kunden gefällt's dennoch. Der Beweis: Bernd G. gab sogar 5 Euro Trinkgeld.
Quelle: BZ Berlin
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